Blog en Chile | admin @ 17. April, 2011 um 18:52
unser nächster Ausflug von dem kleinen fischerort taganga aus, sollte die ciudad perdida, the Lost City, die verlorene Stadt sein…so etwas wie der macchu pichu in Peru, eben nur in Kolumbien und etwas kleiner, dafür versteckter und nur durch ne 5 tageswanderung quer durch nen Dschungel zu erreichen…also auch nicht so überlaufen von roten, gelben und grünen north-face regenjacken…
also erst mal Geld organisiert für die Tour, da sie ohne Führer nicht gemacht werden darf, und ich meine mittlerweile auch – nicht geschafft werden kann…
1.000.000 Pesos!
und dann noch den tag in dem kleinen Fischernest samt Nachbarbucht irgendwie rumgebracht…
und dann ging’s los…mit mit jeep und eiern im gepäck
und erstmal zur tankstelle
gefolgt von einer wirklich nervigen fahrt in diesem jeep…zu sechst hinten drinne über eine stunde lang mehr oder off road über eine derbe buckelpiste…danach hat einem erstmal alles weh getan, so dass man sich fast auf die wanderung so richtig gefreut hat…
aber dann irgendwann doch angekommen in einem sehr kleinen kaff im nirgendwo, von wo die 5 tageswanderung losging…und dann am ende auch wieder ankam.
unser einheimischer führer..Jorge!
und los ging’s…bergauf!
ach ja..zu den fakten: in unserer gruppe waren wir 6 leute, 4 deutsche und 2 australier..immer gut gelaunt und nur am quatschen die beiden..hat auch all meine mühe sie überhaupt zu verstehen…der hike ging über 40km und ich glaube gut 800 höhenmeter, am tag sind wir ungefähr 4 std gewandert bei immenser luftfeuchtigkeit und hitze…außer am letzten tag, da waren es 6std: der rückweg. gepäck war nur nen kleiner rucksack, in dem jeder seinen eigenen krempel tragen durfte..d.h. es musste gespart werden an klamotten, und dass obwohl man die ganze zeit geschwitzt hat…
gut, dass ich reinzufällig mein frisch organisiertes no-stink-shirt (aus irgend so ner abgefahren Wolle, die irgendwie kein geruch aufnimmt…naja zumindest bei mir nicht) an hatte, und so schon einiges an wäsche sparen konnte…hat sogar funktioniert…der rest hat zwar gestunken nach ein paar tagen, aber war nur halb so wild…hauptsache das shirt war neutral..
essen wurde von den guides auf Mauleseln durch die gegend geschleppt..übernachtet wurde in kleinen hängematten- bzw ranzigen matratzencamps, die bis auf Eins kein strom hatten (das erste camp hatte wenigstens nen generator, der abend drei stunden lang Licht gemacht hat), aber dafür mal richtig im dschungel gelegen und nachts super laut in sachen dschungel-sound waren
so! und warum das alles?
z. b. dafür
so nen bisschen kam ich mir auch wie bei er herr der ringe “die gefährten” vor…
erstes camp: hängematte und generator
Jorge und Herd
ach ja..eine sache hab ich noch vergessen..meine begleitung hat mal die 10 jahre alten wanderschuhe ausgepackt, natürlich nicht probe gelaufen und dann ab in den dschungel…
nach 30min im feuchten klima: erste sohle geht ab….nach 50min im feuchten klima und den ersten beiden flußüberquerungen: zweite sohle geht ab!
mitten im dschungel nen bisschen uncool, aber wir mussten das erstmal irgendwie fixen, damit wir wenigstens bis ins camp kamen, dort gab’s dann werkzeug und die hoffnung auf ne lösung..barfuß wäre der weg kein spaß gewesen..
und so hat sich dann abends unser guide mit unserm koch fast 2 stunden mit den schuhen beschäftigt..ich bion auch der meinung, dass sie danach robuster waren als vorher…zumindest wesentlich besser als das hansaplast
so, nach einer für mich langen nacht, da ich kaum schlafen konnte in der hängematte und irgendwie auch gefroren hab, ging die lustige reisetruppe weiter
mittagspause
ach ja, so nen paar einheimische ureinwohner gab’s auf’m weg auch noch
und im zweiten camp gab’s dann ne art dusche! (ehrlich gesagt, gab’s die im ertsen auch, sogar ne richtige, mit wasser von oben aus nem schlach, aber der fluß war cooler)
und schlafplätze…dieses mal mit Matratzen, die für mich beste nacht auf dieser tour
aber kein strom und somit romantisches candle-light dinner und um 9-ins-bett-gehen!
die truppe zieht weiter..im regen
über nen fluß
berghoch
bergab
letzte flußüberquerung
treppen hoch (wir sind übrigens schon am dritten tag)..
erste anzeichen von irgendwas
treppen hoch..
and, here we go!
und zur belohnung gab’s nen kaltes bier…man muss sich vorstellen, dass das die arme wurst, die das verkauft hat, den ganzen weg durch den dschungel trägt, um es dann für gerade mal 2€ kalt(!) zu an ausländische touri-deppen zu verkaufen…selten so nen gutes bier getrunken…
und das dritte camp
der rest, war fast nur der rückweg…mit wiederrum kaputten schuhen (diesmal der vordere teil der sohle)
und den gleichen bäumen wie auf’m hinweg
also, im endeffekt: es hat sich gelohnt. hört sich zwar etwas bescheuert an, für ein paar stein ruinen, 5 tage durch den urwald zu laufen, aber wie heißt es so schön, der weg ist das ziel..und der war echt super! bis auf uns paar touris, fast nur natur…anstrengend, aber auf jeden fall eins der highlights ever, und bestimmt auch dieses urlaubs…
Kolumbien | 0 Kommentare »