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Ja, ich weiss, der Philippinen Blog ist noch nicht mal beendet und schon kommen wieder neue, andere verworrenen Beitraege, aber Philippinen wird bei Gelegenheit nachgereicht, oder auch nicht ;)

Wie auch immer Costa Rica:

Um´s kurz zu machen, nach der Ankunft in San Jose war nicht viel zu holen, ausser dasss mit ueber 20Grad warmer als in Deutschland war.

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San Jose ist fuer eine Hauptstadt recht klein und beschaulich und fuer mehr als einen Tag nicht zu gebrauchenm ausser man will sich im Hostel mit unzaehligen Amis oder Kanadiern anfreunden (was in der Tat auch nicht wirklich so schwer ist, bei der Offenheit).

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Da die Infrastruktur  in Costa Rica aber so aufgebaut ist, dass man eigentlich alles von San Jose erreichen kann, allerdings die Staedte untereinander kaum verbunden sind, werden wir eh noch einmal der einen oder anderen Tag hier verbringen mussen.

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Also naechste Station Cartago. Ebenfalls im costa ricanischen Mittelgebirge, Hochland oder wie auch immer gelegen. Umd schon am zweiten Tag gab´s den ersten klassischen Touri-Anfaenger-Fehler: Selbstueberschaetzung! Aber was soll man machen, wenn der Nationalpark, zu dem man moechte, 12km vom Bus entfernt ist?

Laufen! Trampen hat bis auf 500m nicht geklappt. Also ist man eigentlich schon mal fertig bevor man den Nationalpark erreicht hat. Danach im selbigen noch weiter hiken macht den Gesamtzustand auch nicht gerade besser.

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Aber das beste kommt ja  noch. Auf dem Hinweg sind wir ueber ein recht ausgetrocknetes Flussbett gekommen.

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Danach gings immer bergauf, bergab. Im Nationalpark waren wir irgendwann wieder am Flussbett und dachten uns, dass es bestimmt spannender und kuerzer ist, das darin zurueckzugehen bis zu obigen Bruecke, als den ganzen beschwerlichen Weg zurueck zu marschieren, weil Fluesse ja in der Regel eher leicht abschussig sind. Problem war nur, dass es hier gerne mal um halb sechs dunkel wird (gegruesst seine die Philippinnen) und es schon halb drei war. Und Flussbett-gespringe zieht sich und nachdem wir schon ne Stunde unterwegs waren, keinen Plan hatten wo wir waren, allerdings noch nicht weit, weil keine Bruecke weit und breit, und schon mehrere Male die Schuhe aus und anziehen mussten, weil der Fluss doch nicht so easy passierbar war an manchen Stellen, kam ein bisschen Panik durch.

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Im dunklen in einem Flussbett zu uebernachten ist jetzt nicht gerade mein Traum, vorallem weil es nachts auch noch empfindlich kalt werden kann…insbesondere mit kurzer Hose.

Also kurzer Hand entschlossen umzudrehen, an einer Stelle wo wir auch ohne oder mit Schuhen nicht mehr haetten durch waten koennen. Unsere einzige Rettung war die Hauptstrasse (eher Schotterpiste) im Nationalpark auf der man auch haette nachts noch irgendwie eher gehen koennen. Zum glueck gab´s vorher noch nen Pfad zur Strasse, so dass wir nicht die alles zuruecklaufen mussten. Aber trotzdem, wie man sieht, recht anstrengend alles

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Zum happy end musste wir dann zum glueck noch nicht mal zuruecklaufen, da 4 Costa Ricaner/innen uns auf ihrem Jepp mitgenommen haben, danach noch was zusammen essen waren und somit der erste erfolgreiche Austausch mit locals den Tag noch sehr schoen gestaltet hat.

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Somit war um 10Uhr ins Bett gehen, das beste was uns passieren konnte an diesem Abend. Man hat am naechsten Tag schon gemerkt, dass das alles ein guter, aber anstrengender Start in den Urlaub war.

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Der naechste Ausflug auf nen Vulkan wurde aufgrund schlechten Wetters verschoben, was heisst schlecht, bewoelkt halt. So dass es ein schoener Reisetag wurde mit 1 Stunde fahrt, 6 Stunden warten und wieder 4 1/2 Stunden fahrt.

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Die Reise ging in ein kleines Kaff zwischen zwei Nebel/Regenwaelder irgendwo im nirgendwo, namens Monteverde. Allein die Fahrt hat schon gezeigt, dass man wo ganz anderes ist, schliesslich hat der Bus fuer die letzten 22km Schotterpiste 1 1/2 Stunden gebraucht! Stolze Leistung fuer die paar Meter. Dort angekommen fuehlte man sich in einer kleinen Parallelwelt. Seit zwei Stunden Fahrt nichts mehr gesehen ausser Huegel, Straeucher und der Schotterpiste. Und dort gab´s dann alles: Supermaerkte, Internet, drei Banken und vorallem unzaehlige Amis. Aber nicht zum ersten Mal musste ich feststellen, dort wo es schoene und erschlossene Natur gibt, dort sind auch die touristischen Enklaven. Ob man will oder nicht. Damit abgefunden war der Rest auch sehr schoen

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Und um dem touristischen Treiben noch etwas wirtschaftliche Unterstuetzung zu geben, haben wir mal eine Tour durch die Baumkronen gemacht…

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noch ne Schweitzerin und nen Peruaner kennengelernt und am naechsten morgen um 4Uhr weiter nach Samara, einem angeblichen Traumstrand.

Der Weg dorthin war (O-Ton vom Hostel Typ “Pain in the ass”) weil wie gesagt ausser von San Jose fast nirgendwo direkte Busverbindungen bestehen. Nur zwischen direkt benachbarten Staedten/Kreuzungen. Also den Bus um 4Uhr zu irgendeiner Kreuzung genommen (2 Stunden)

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Das dumme ist, angeblich sollte um 7Uhr der Anschluss-Bus kommen, kam aber nicht. Also sitzt man da an der Panamricana, schaut sich im Sekunden Takt die vorbeirauschenden Trucks an und fragt sich, ob da irgendwann ein Bus kommt.

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Natuerlich weiss auch niemand ne Fahrplan (es gibt wohl auch keinen richtigen) und die die was gesagt haben, haben wohl auch mehr geraten oder irgendwas gesagt, um etwas gesagt zu haben. Nach langem langem warten und der Skepsis wie es jetzt weitergehen soll, so in middle of nowhere, kam dann doch ein Bus, der fast direkt dorthin fuhr und keiner auf der Rechnung hatte. Einfach aus dem Nichts. Und das noch schneller als geplant, weil wir nicht zweimal umsteigen mussten.

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Also keine Ahnung, haben den Bus genommen, den es eigentlich gar nicht gibt, aber sind jetzt hier:

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Und das nun schon fuenf Tage, weil es einfach ein perfekter Traumstrand ist. Warmes Wasser, perfekt zum baden, da keine Steine, Palmen am Strand, und nicht so super viele Amis. Klar gibt es sie, auch mehr weisse generell als locals, aber es sind insgesamt wenige und alle sehr relaxt. Also alles in allem ein super chilliger Strandurlaub, da wir auch noch direkt am Strand wohnen, keine 5m bis zum Sand und je nach Gezeiten 20 -50 Meter zum Wasser, kann man super mit Meeresrauschen einschlafen und zum aufstehen ins Wasser huepfen. Nur zwischen 10 und 14Uhr sollte man die Sonne meiden, sonstg verglueht man…und wer will hier schon als krebsroter Neuling auffallen?

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So long, es geht weiter in so ne Art Regenwald Strandregion mit den lustigen Weisskapuziener-Aeffchen und dem Dreifinger-Faultier (die Finger zaehl ich persoenlich auch nach). Ich bemueh mich um Bildnachweise.

1 Kommentar zu “Wie entfliehe ich dem deutschen Winter Pt. II”

Aaaaaah, ein Reisebericht! Also an dem Strand wär ich auch hängengeblieben… *träum*

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